Neuropsychiatrisches
Facharztzentrum Bochum

Hans-Böckler-Str. 23-27
44787 Bochum

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Öffnungszeiten:
Mo., Di., Do. 9-12 & 15-17 Uhr,
Mi. 9-12 Uhr,
Fr. 9-14 Uhr

Ab dem 04.01.2016 bleibt unsere Praxis MO/DI/DO von 12.00 Uhr bis 14.00 Uhr geschlossen.

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Impressum

Sie kommen normalerweise mit bestimmten Symptomen, die sie an sich bemerkt haben, zu uns. Für die Feststellung einer Diagnose und der sich daraus ergeben Behandlungsmöglichkeiten haben wir eine Vielzahl von Untersuchungsmethoden zur Verfügung, die wie Ihnen hier gerne etwas näher vorstellen möchten.

Anamnese (Vorgeschichte)

AnamneseFür eine exakte Diagnose ist es sehr wichtig, den genauen Krankheitsverlauf vom Patienten zu erfahren. Dies beinhaltet den Krankheitsbeginn und –verlauf sowie die Art, Dauer und Ausdehnung der bestehenden Symptome. Auch wichtige Vorbefunde (Arztbriefe und Untersuchungsergebnisse) vor allem von früheren Krankenhausaufenthalten sind ein wichtiger Bestandteil, um die zugrunde liegende Erkrankung bestimmen zu können.

Neurologische Untersuchung

ReflexeDie neurologische Untersuchung umfasst alle durch Nervenbahnen vermittelte Funktionen des Körpers. Dies beinhaltet das Gefühlsempfinden in seinen unterschiedlichen Qualitäten (u.a. Berührung, Vibrationsempfinden, Kalt-/Warm-Empfinden), die motorischen Funktionen wie Kraft und Feinmotorik, das Gleichgewicht und die Koordination sowie die weiteren Sinnesorgane wie Hören, Sehen, Riechen und Schmecken.

Zusätzliche Informationen gewinnen wir über die Untersuchung der Reflexe und den Nachweis eventueller pathologischer Reflexe (z.B. Babinski-Zeichen).

EEG - Elektro-Enzephalografie

EEGAuf die Kopfhaut werden mittels einer Gummihaube Metallplättchen (Elektroden) aufgesetzt und für ca. 20 min die Hirnstromwellen aufgezeichnet. Dabei werden zwischen jeweils zwei Elektroden in verschiedenen Kombinationen die elektrischen Spannungsunterschiede gemessen und mit einem speziellen Gerät verstärkt. Für diese Untersuchung sitzen sie normalerweise mit geschlossenen oder geöffneten Augen auf einem bequemen Stuhl. Die Arzthelferin wird Ihnen sagen, wann Sie die Augen öffnen oder schließen sollen.

Je nachdem, welche Kurve oder welches Muster verändert, d.h. in welcher Gehirnregion die elektrische Aktivität gestört ist, lässt dies einen Rückschluss zu, ob eine Funktionsstörung des Gehirnes vorliegt. Diese Funktionsstörung kann z.B. verursacht sein durch eine Durchblutungsstörung,  einem Tumor oder einer Entzündung.

EMG - Elektro-Myographie

Die Elektro-Myographie (EMG) ist ein technisches Untersuchungsverfahren, bei dem die elektrische Aktivität eines Muskels gemessen wird. Hierbei liegt der Patient so entspannt wie möglich auf einer Untersuchungsliege. Es wird die Haut desinfiziert und eine hauchdünne Nadel-Elektrode direkt in den Muskel gestochen. Über Verstärker lässt sich die Aktivität einzelner Muskelfasern im Inneren eines Muskels ableiten.

Diese Untersuchungsmethode dient zur Unterscheidung, ob der Muskel selbst erkrankt ist oder der Nerv, der diesen Muskel mit Information versorgt, nicht ausreichend funktioniert. Durch Bestimmung geschädigter Muskeln bei einer Nervenläsion kann der Ort der Nervenläsion genau eingegrenzt werden.

ENG - Elektro-Neurographie

Die Elektro-Neurographie (ENG) ist eine Untersuchung der Nervenleitung. Sie wird an peripheren Nerven angewendet, also nicht im Bereich von Gehirn und Rückenmark. So lässt sich die Geschwindigkeit bestimmen, mit der ein Nerv elektrische Signale weiterleitet (Nervenleitgeschwindigkeit). Außerdem wird gemessen, wie gut eine elektrische Nervenreizung auf den entsprechenden Muskel übertragen wird (neuromuskuläre Überleitung).

Bei der motorischen Neurographie wird der zu untersuchende Nerv an mindestens zwei Stellen in seinem Verlauf elektrisch gereizt. Gemessen wird die Zeit, die von der Nervenreizung bis zur Reaktion (Kontraktion) des dazugehörigen Muskels vergeht. Diese Zeit ist sehr kurz, nur wenige Tausendstel-Sekunden, und muss elektronisch bestimmt werden. Die Muskelkontraktion wird mit Hilfe der Oberflächenelektroden von einem Computer registriert.

Ursachen für Funktionsstörungen peripherer Nerven sind z.B. Engpasssyndrome (z.B. Karpaltunnelsyndrom) oder eine Polyneuropathie (häufig bei Diabetes mellitus).

AEP - Akustisch evozierte Potentiale

ReflexeDie Untersuchung wird im Sitzen oder Liegen durchgeführt. Dabei sitzen sie bequem in einem Stuhl und bekommen einen Kopfhörer aufgesetzt, aus dem Sie erst rechts und dann links knackende Geräusche hören. Vor Beginn der Untersuchung werden Metallplättchen über den Knochen hinter jedem Ohr aufgeklebt und auf die Mitte des Kopfes. Über diese Elektroden werden die Hirnströme abgeleitet, die im Gehörgang entstehen und über die Hörbahn bis zur Hörrinde weitergeleitet werden.

Diese Untersuchungsmethode dient zur Unterscheidung verschiedener Ursachen einer Hörminderung, zur unterstützenden Untersuchung des Gleichgewichtsnervens (N. vestibularis) sowie zur Untersuchung der Hirnbereich, welche durch die Hörbahn tangiert werden (z.B. Hirnstamm).

MEP - Motorisch evozierte Potentiale / TCMS - Transcranielle Magnetstimulation

Bei der Untersuchung liegen Sie auf eine Untersuchungsliege. Es werden Oberflächenelektroden über die Muskelbäuche der zu untersuchenden Muskeln an Händen und Unterschenkeln geklebt.

Die Nervenzellen der Hirnrinde werden mit Hilfe einer Stimulationsspule, die über den Kopf gehalten wird, gereizt. Dabei entsteht durch die Entladung des Kondensators ein kurzes Klopfgeräusch. Durch die Gehirnaktivierung werden Impulse über das Rückenmark und die peripheren Nerven zur Gesichts-, Arm- und Beinmuskulatur fortgeleitet, wo es zu einer kurzen Zuckung kommt.

Des Weiteren werden die Nervenbahnen im Bereich der Umschaltung zur peripheren Nervenbahn magnetisch gereizt. (über der Halswirbelsäule für die Arme und über der Lendenwirbelsäule für die Beine).

Diese Untersuchungsmethode dient zur Unterscheidung ob eine Muskellähmung durch Störung eines peripheren Nervens oder der zentralen Leitungsbahn (Gehirn und Rückenmark) bedingt ist.

SEP - Sensibel evozierte Potentiale

Bei der Untersuchung liegen Sie auf einer Untersuchungsliege und sollten möglichst entspannt sein. Vor Beginn der Untersuchung werden Metallplättchen rechts und links am Kopf und an der Stirn angeklebt. Durch Reizung hinter dem rechten und linken Knöchel sowie am rechten und linken Handgelenk werden die Gefühlsnerven aktiviert. Die Reize sind gerade so stark, dass Sie sie fühlen und dass eine geringe Zuckung in den zugehörigen Muskeln auftritt. Über die angebrachten Elektroden werden die Ströme erfasst, die durch Nervenreizung an Beinen und Armen ausgelöst und über die sensiblen Bahnen zum Kopf geleitet werden.

Diese Untersuchung dient zur Unterscheidung ob eine vorliegende Gefühlsstörung durch Schädigung des peripheren Nervens, im Bereich des Rückenmarks oder zentral im Gehirn bedingt ist.

VEP - Visuell evozierte Potentiale

Bei dieser Untersuchung sitzen sie in einem verdunkelten Raum. Vor Beginn der Untersuchung werden Metallplättchen an den Hinterkopf und auf die Kopfmitte geklebt, hierüber werden die Hirnströme abgeleitet die auf der Netzhaut entstehen und über die Sehbahn bis zur Sehrinde weitergeleitet werden.

Vor Ihnen befindet sich ein Bildschirm auf dem ein schwarz-weißes Muster wie ein Schachbrett erscheint und einen helleren Lichtpunkt, der in der Mitte steht und nur bei besonderen Untersuchungen am Rand zu finden ist. Sie sollen während der ganzen Untersuchungsdauer den Lichtpunkt anschauen, obgleich der das Schachbrettmuster hin-und herspringt.

Diese Methode dient zur Untersuchung möglicher Ursachen einer Sehminderung, verschiedener Sehsensationen (Punkte, Schleier vor den Augen) oder umschriebener Ausfälle des Gesichtsfeldes.

Doppler-/Duplexsonographie

BlutgefäßeMit dieser Untersuchungsmethode lassen sich Gefäßverengungen, sogenannte Stenosen, auffinden. Diese können die Ursache von Durchblutungsstörungen im Gehirn sein. Mit einer Ultraschallsonde wird oberflächlich der Blutstrom der Hals- und Gehirnschlagadern gemessen. Die Messung erfolgt sowohl an den leicht erreichbaren Schlagadern am Hals, die das Blut zum Gehirn führen, als auch in der Tiefe des Schädels an den Gefäßen, die das Blut im Gehirn verteilen.


Spezielle Schmerztherapie (R. Kaiser)

Akute und chronische Schmerzen

Akute Schmerzen können mit ihrer biologisch sinnvollen Warn- und Signalfunktion oft einer klaren organischen Ursache zugeordnet werden. In der Regel ist somit eine zielgerichtete und erfolgreiche Akutbehandlung möglich.

Bei chronischen oder chronifizierten Schmerzen treten organisch begründbare Ursachen meist in den Hintergrund, während psychosoziale Faktoren eine zunehmende Bedeutung gewinnen. Hiermit im Zusammenhang stehen eine gestörte Schmerzverarbeitung und Schmerzbewältigung.

Spezielle Schmerztherapie bei chronifiziertem Schmerz

Diese Erkenntnis hat zur Entwicklung des bio-psycho-sozialen Modells der Schmerz-entstehung geführt.

Als Konsequenz wurde ein spezieller schmerztherapeutischer Behandlungsansatz für chronisch schmerzkranke Patienten entwickelt, der sämtliche Krankheitsfaktoren in ihrer Wechselbeziehung berücksichtigt.

In der Praxis werden alle zur Verfügung stehenden diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen entweder selbst durchgeführt oder im Rahmen der bestehenden Kooperationen vermittelt.

Die Schmerzbehandlung in der Praxis

Für die Behandlung ist die Überweisung durch den Hausarzt oder einen Facharzt notwendig. Nach der telefonischen Anmeldung werden ein Informationsblatt und ein Fragebogen zugesandt. Nach Rücksendung der ausgefüllten Formulare wird durch das Praxisteam ein erster Termin mitgeteilt.

Die Behandlung

Von Anfang an ist eine aktive Mitwirkung des Patienten erforderlich.
Durch das Ausfüllen von Schmerzfragebögen und Schmerztagebüchern wird eine individuelle und hochwertige Behandlung entscheidend unterstützt.

Therapieziele und Behandlungsmaßnahmen werden gemeinsam vereinbart.
Die Bewertung des Behandlungsverlaufes und des Therapieerfolges erfolgt sowohl durch den Arzt als auch den Patienten.

Nach der Behandlung

Nach Erreichen der Behandlungsziele soll die Weiterbehandlung durch den zuweisenden Arzt erfolgen.

Behandlungsschwerpunkte

  • Kopf- und Gesichtsschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Arm- und Beinschmerzen
  • Nervenschmerzen
  • Schmerzen nach gefäß- oder verletzungsbedingter Hirnschädigung
  • Psychosomatische Erkrankungen mit dem Leitsymptom Schmerz:
    z. B. Fibromyalgie-Syndrom oder somatoforme Schmerzstörungen
  • Mitbehandlung von psychischen Folge- und Begleiterkrankungen:
    z. B. Angst, Depression, Schlafstörungen